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Geht es beim Glauben nur um den Glauben selbst? Unabhängig vom Inhalt. Hauptsache ich fühle mich dabei wohl.
Zitat
[...]Und es ist eine Frage dessen, woran man glauben möchte: daran, dass alles Existierende nur zufällig existiert, weil es ohne erkennbaren Grund aus einer „seelenlosen“ Materie entstanden ist, oder daran, dass alles Existierende seinen Ursprung in einem Gott hat, der unserem Leben einen Sinn gibt.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Boschur
unregistriert
Josh
unregistriert
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Die Frage nach dem Sinn des Lebens in Verbindung mit Gott will mir nicht einleuchten. Gott soll unserem Leben einen Sinn geben. Was soll das für ein Sinn sein?
Wenn ich den Sinn bei Gott suche dann stell ich mir doch die Frage zu was brauch Gott uns und das alles hier was uns umgibt? Ist das sein kleines Marionettentheater in dem wir ihm ein Theaterstück vorführen mit dem er sich die Zeit vertreibt oder macht ihn das irgendwie scharf. Ich mein, das klingt doch schon ein bisschen sadistisch. Unter der Annahme das Gott allmächtig und allwissend ist, aber dennoch so menschlich wirkt, bezweifle ich das er die Kompetenz besitzt über uns zu richten. Aus großer Kraft folgt große Verantwortung und er trägt die größte Verantwortung. Nur vor wem soll er diese Verantwortung rechtfertigen. Er ist Gott und kann sich davor auch drücken oder richtig Scheiße bauen ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Was soll das für ein Gott sein der mit der größt möglichsten Verantwortung herum spielen kann wie ein unbedarftes Kind?
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
FMS
unregistriert
Sehr emotionalen Menschen reicht vielleicht ein "Sich-Wohlfühlen" aus, um zu glauben. Rationale Menschen brauchen hingegen eher Beweise bzw. Indizien, um glauben zu können. Aber selbst ein Sich-Wohlfühlen ist ja nie "unabhängig vom Inhalt".
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Für mich ist Glauben oft nichts anderes als sich seinen Gefühlen herzugeben und seinen Verstand auszuschalten. Der der christlich Erzogen wird muss Zwangsläufig erstmal Christ werden. Derjenige der muslimisch Erzogen wird ist erstmal Muslim. Demjenigen dem Eingebläut wird das Religion "böse" ist der wird auch erstmal daran Glauben. Die meisten Monothoisten sind also nur deshalb Monothoisten, weil ihr Glauben antrainiert ist und sie sich diesem Glauben einfach hingeben, ohne ihn zu hinterfragen. Ein Mitläufer seiner Erziehung ist doch eigentlich kein echter Christ, oder?
Und kann überhaupt ein rationaler, freidenkender, dem Christentum neutral überstehender Mensch das traditionelle Christentum annehmen? (wichtig ist das er sowohl die schlechten als auch die guten seiten des Christentums kennen lernt). Was meint ihr![]()
FSM
unregistriert
Zitat von »weristgott.info«
Mit Sicherheit existieren zahlreiche Beispiele für Menschen, die im Laufe ihres Lebens vom Theismus zum Atheismus, vom Atheismus zum Theismus oder von einer Religion zu einer anderen Religion "konvertiert" sind.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Natürlich glaube ich nicht das es unmöglich ist für einen Menschen seine antrainierte Religion zu wechseln. Doch ich glaube das dies auf anderen Motivationen beruhen muss, als auf reiner Vernunft.
FSM
unregistriert
Diese Aussage ist doch tautologisch, denn wenn die Entscheidung für oder gegen den Glauben ausschließlich auf Vernunft basieren würde bzw. könnte, dann wäre das Ganze kein Glaube mehr, sondern Wissen.
In der Psychologie ist man sich inzwischen einig darüber, dass - anders als früher vermutet - Rationalität und Emotionalität beim Menschen niemals vollständig unabhängig voneinander funktionieren. So sind wir als Menschen nun mal konzipiert.
Wenn man nicht an Gott glaubt, dann ist unsere Vernunft übrigens ausschließlich das Ergebnis biochemischer Reaktionen und hat sich - basierend auf dem Urknall und der Evolution - im Laufe der Jahrmillionen rein zufällig aus chemischen Elementarteilchen entwickelt. Wenn man ein solches Weltbild zugrunde legt, dann ist die Frage nach der Bedeutung unserer Vernunft und nach der Existenz des freien Willens ohnehin überflüssig, da das Ergebnis einer biochemischen Reaktion immer deterministisch ist. So etwas wie Vernunft kann es bei einem atheistischen Weltbild also eigentlich gar nicht geben. Dadurch jedoch entzieht sich der Atheismus seine - auf Vernunft basierende - Existenzberechtigung selbst.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Bei dieser Aussage muss ich dir widersprechen. Wissen und Vernunft sind zwei unterschiedliche Sachen.
Was ist überhaupt am Warscheinlichsten?
Könnt man Rationalität eindeutig von unseren Emotionen trennen, dann würde es keinen radikalen christlichen Fundamentalismus mehr geben. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Nur weil unsere Vernunft biotechnisch abläuft heißt das doch nicht, dass das Mittel der Vernunft nicht möglich ist. Sie ist einer unserer besten Waffen und Werkzeuge und das einzige auf dem wir Vertrauen können. Auf was willst du den sonst vertrauen?
FSM
unregistriert
Diese Aussage mag richtig oder falsch sein, aber welche Rolle spielt das im Rahmen dieser Diskussion? Dass Fundamentalismus schlecht ist, bestreitet hier ja niemand.
Genau das ist das Problem des Atheismus’: Uns Menschen bleibt kaum etwas anderes übrig, als auf unseren eigenen Verstand bzw. auf unsere Vernunft zu vertrauen.
Denn Glaube hat immer auch etwas mit Vertrauen zu tun. Und Vertrauen ist eher emotionaler Natur.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Fassen wir zusammen:
Glauben- Emotionen (Vertrauen)
Unglaube an den biblischen Gott- Vernunft
Der entscheidene Unterschied zwischen Vernunft und Emotion ist das sich die Emotion an den jeweiligen Menschen anpasst. Emotionen sind, also eine unseriöse Quellen, da sie nur den innern Willen des Menschens wiederspiegeln.
Die Vernunft hingegen kann man nicht anpassen sie ist der Spiegel der zeitlichen Wahrheit.
FSM
unregistriert
Nein, Du musst Dir schon genau durchlesen, was wir schreiben. Wir haben nicht gesagt, dass Glaube nur auf Emotionen beruht, sondern auch.
Sowohl der Glaube, dass es Gott gibt, als auch der Glaube, dass es Gott nicht gibt, beinhaltet normalerweise rationale und emotionale Elemente.
Drittens verwendest Du die Begriffe Wahrheit, Vernunft und Emotionen in einer Form, die nicht den gängigen (wissenschafts)philosophischen Definitionen entspricht.
Zweitens wetterst Du vor allem gegen den christlichen Fundamentalismus, der jedoch gar nicht Gegenstand dieser Diskussion ist.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Emotionen und Erziehung bilden unsere Meinung.
Doch Redest du wahrscheinlich vom "biblischen Gott" von dem ich glaube das er nur durch die Unvernunft seiner Anhänger weiter leben kann.
[...]
Fassen wir zusammen:
Glauben- Emotionen (Vertrauen)
Unglaube an den biblischen Gott- Vernunft
Wenn ich eine Falschaussage getätigt habe im Bezug auf Vernunft oder Emotion dann lasse es mich bitte Wissen. Der Spruch von mir: Die Vernunft ist der Spiegel der Wahrheit ist eingendlich mehr als Verständnis-Methapher zu verstehen und ist eine eigene Debatte wert.
Der entscheidene Unterschied zwischen Vernunft und Emotion ist das sich die Emotion an den jeweiligen Menschen anpasst. Emotionen sind also eine unseriöse Quellen, da sie nur den innern Willen des Menschens wiederspiegeln.
FSM
unregistriert
Zitat von »weristgott.info«
Nicht nur. Auch Vernunft bildet unsere Meinung (siehe hier). Die Frage ist nur, zu welchem Grad.
Zitat von »FSM«
Emotionen und Erziehung bilden unsere Meinung.
Zitat von »weristgott.info«
Es gibt für mich keine vernünftigere Erklärung für die Existenz des Universums als die Existenz eines Gottes.
Welt einmischend) Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Doch im Prinzip ist Vernunft etwas "veränderbares". Etwas was sich "anpasst".
Meiner Meinung nach [!] entsteht unsere Meinung erstmal nur auf emotionaler erzieherischer Ebene.
Doch um das genauer zu Verstehen müssen wir ersmal klar machen wie soetwas absturses wie eine Religion entstehen kann.
Wenn wir lernen das ein großer alter Mann mit langem Bart hochoben auf den Wolken sitzt und der alles Leben erschaffen hat und kontruliert, würde uns am Anfang jedes unwissende Kind glauben.
Wo du nichts weißt kannst du nicht logisch Schlussfolgern. Es bildet sich also eine ganz eigene naive Logik, die sich aber im laufe der Zeit wo man immer mehr lernt verfliegen sollte. Doch Anstatt das das ganze Lügengerüst zusammenbricht...
Später werden genau diese Kinder denen ich eingebläut habe das ein alter Mann mit langen Bart auf den Wolken sitzt glauben das dieser Mann nicht sichtbar, nicht hörbar und nicht ertastbar ist aber trotzdem alles lenkt.
Glaubst du wirklich an die Jungfrauengeburt, die Auferstehung Chistis, das Noah alle Arten von Tieren auf ein Schiff gekriegt hat und das die Sterne nach der Erde erschaffen wurde?
Ich sehe keinen Gott der mir auch nur das kleinste Zeichen schickt. Du etwa?
Viele Geschichten aus der Bibel erscheinen einfach unlogisch und sind zu detaliert Geschrieben für eine Methapher.
Ich vermute mal das du wärend dem bilden deiner religösen Meinung nicht wusstest das es eine Art Zwischenweg gibt zwischen Atheismus und religösen Theismus. Weshalb du bald zum Chistentum tendiert bist.
Vielleicht wäre es interessant, die Diskussion an dieser Stelle in eine etwas andere Richtung zu leiten:
Was sind Eure persönlichen Gründe dafür, dass Ihr an Gott glaubt oder nicht?
Es soll bei dieser Diskussion weniger um wissenschaftliche Argumentationen für und gegen die Existenz Gottes gehen (wie in manchen der anderen Foren), sondern um die persönlichen Gründe, Motive und Überzeugungen.
