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Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Zitat
Da etwas Existierendes also immer eine Ursache haben muss und niemals aus dem Nichts entstanden sein kann[...]
Zitat
Die Realität zeigt jedoch, dass die Materie dem Verfall unterliegt und demnach nicht ewig, sondern endlich ist.
Zitat
Außerdem stellt sich die Frage, wie wir Menschen - mit unseren Emotionen, unseren Sehnsüchten und unserem Gewissen - rein zufällig aus einer Materie ohne Emotionen, ohne Sehnsüchte und ohne Gewissen entstanden sein können.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Mir sind auf Ihrer Website zu Ihren Fragestellungen und Ihren Antworten darauf einige Fehler aufgefallen. Daher lege ich Diese gleich mal an der richtigen Stelle im Forum dar:
Sie schreiben, gemäß dem Kausalitätsprinzip, also Wirkung und Ursache (wobei eine Ursache zugleich selbst eine Wirkung ist und wiederum etwas bedarf, was in den unendlichen Regress führt) könne nur auf eine Art aufgelöst werden, in dem man eine Unendlichkeit annimmt. Das ist aber falsch, es geht noch auf eine andere Art: [...] Etwas kann aus dem Nichts entstehen, denn nehmen wir an es gab mal ein Nichts, bevor es das Universum entstand, ein Nichts in dem, wie es eben das Wort sagt, nichts existiert, so existieren natürlich auch keine Gesetzesmäßigkeiten (die ja beobachtbar und beschreibbar sind). Damit gibt es in einem Nichts auch kein Kausalitätsprinzip. Ergo kann aus dem Nichts eben doch etwas entstehen, nämlich etwas was keiner Ursache (die wiederum eine Ursache benötigt) bedarf. Nun ist dieses Kausalitätsprinzip von uns Menschen entdeckt und ausformuliert worden, dieses Prinzip trifft anscheinend aber nur auf Existenzen zu.
Ein zweiter Fehler, sie schreiben: „Die Realität zeigt jedoch, dass die Materie dem Verfall unterliegt und demnach nicht ewig, sondern endlich ist.“ Ihre Schlussfolgerung ist falsch, etwas was zerfällt verschwindet ja nicht sondern wird nur etwas anderes, wenn ich sterbe, so wird mein Körper lediglich umgewandelt, er verwest, der Zustand eines Stückes von Materie was früher meinen Körper ausgemacht hat, mag nicht mehr da sein, aber die Materie ist an sich ist immer noch da, nur umgewandelt. Auch wissen wir aus der Wissenschaft, dass Energie und Materie in einem geschlossenen System (Universum) weder erzeugt noch vernichtet werden kann, lediglich umgewandelt, siehe Energieerhaltungssatz (bei wikipedia etwa).
Sie schreiben „Außerdem stellt sich die Frage, wie wir Menschen - mit unseren Emotionen, unseren Sehnsüchten und unserem Gewissen - rein zufällig aus einer Materie ohne Emotionen, ohne Sehnsüchte und ohne Gewissen entstanden sein können.“ Wissen sie überhaupt was Emotionen sind? Bewusstsein? Was diese im Körper "anrichten"?
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
[...] Es stellt sich aber doch folgende Frage. Die Annahme einer Entstehung aus dem Nichts führt zu einem Widerspruch. Aus einem Nichts kann aber auch kein Gott entstehen. Also muss ich annehmen das Gott schon ewig existiert. Warum sollte aber Materie/Energie diese Eigenschaft nicht auch besitzen?
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Antari1« (6. August 2009, 10:18)
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Hallo Sabine, vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ein Regenbogen ist jedoch kein (wissenschaftlicher) Beweis für die Existenz Gottes.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
[...] Es muss einen Schöpfergott geben, der das alles gestaltet hat. Denn sonst wären wir und die Natur nicht existent. Nichts kann sich einfach nur durch Zufall entwickeln.
FMS
unregistriert
Eine Uhr besteht aus einigen Rädchen und Schräubchen. Könnte sich ein Mensch vorstellen, dass genau diese Rädchen und Schräubchen durch Zufall in diese Uhr gekommen sind? Das sich diese Uhr von selbst zusammengebaut hat?
Atheisten glauben tatsächlich, dass alles Existierende (und damit auch wir Menschen) rein zufällig aus der Materie und der Energie des Urknalls entstanden sind.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Atheisten sind Freidenker, also Menschen die an die warscheinlichtste Theorie glauben, oder glauben an die warscheinlichste Theorie zu glauben.
Zitat von »weristgott.info«
Du hast Recht: Es ist natürlich grundsätzlich denkbar, dass der Urknall und damit das gesamte Universum aus dem Nichts entstanden ist (wir haben dies inzwischen als zusätzliche Option in unserer Antwort integriert). Die Annahme eines solchen Nichts (was auch immer das sein soll) würde allerdings bedeuten, dass alles Existierende – wir Menschen, die Tiere, die Natur, die Erde, unsere Galaxie, das gesamte Universum, einfach alles! – seinen Ursprung im Nichts hat.
Zitat von »weristgott.info«
Wenn man dies annimmt, dann bleibt jedoch weiterhin die Frage offen, wie und warum aus dem Nichts plötzlich alles Existierende entstehen konnte.
Zitat von »weristgott.info«
Wie kann es sein, dass Materie ihren Ursprung in Nicht-Materie hat? Logisch ist das nicht, aber die Logik ist Deiner Argumentation zufolge vermutlich auch erst mit dem Urknall entstanden bzw. wurde irgendwann von den Menschen „entdeckt“, so dass das Nichts auch keiner Logik bedarf.
Zitat von »weristgott.info«
Das ist ein ziemlich interessantes und fast schon philosophisches Gedankenspiel, aber wie plausibel oder wahrscheinlich es ist, muss am Ende jeder für sich persönlich entscheiden. Die Annahme eines ursprünglichen, absoluten Nichts ist damit – genau wie die Annahme eines ewigen Gottes – letztlich eine Glaubensfrage.
Zitat von »weristgott.info«
Auch hier hast Du zunächst Recht: Der Energieerhaltungssatz besagt, dass sich die Gesamtenergie innerhalb eines abgeschlossenen Systems (also z.B. des Universums) im Zeitablauf nicht verändert. Gleichzeitig wird in der Physik jedoch davon ausgegangen, dass unser Universum einen absoluten Anfang hat und auch ein absolutes Ende haben wird, also gerade nicht ewig ist.
Zitat von »weristgott.info«
Aus diesem Grund ist der Energieerhaltungssatz im Zusammenhang mit der experimentell hinreichend bestätigten Allgemeinen Relativitätstheorie auch unter bestimmten Bedingungen ungültig. Problematisch wird dies vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass alles Existierende seinen Ursprung im Nichts hat (s.o.): Denn wie kann alles einen Ursprung haben (selbst wenn man diesen Ursprung als „Nichts“ definiert), aber gleichzeitig ewig sein?
Zitat von »weristgott.info«
Was Emotionen, Sehnsüchte und Gewissen sind – und vor allem: woher sie kommen –, ist selbst in der modernen Wissenschaft bislang nicht abschließend geklärt.
Zitat von »weristgott.info«
Doch auch wenn man davon ausgehen möchte, dass Emotionen, Sehnsüchte und Gewissen nicht mehr und nicht weniger sind als biochemische Reaktionen (und damit letztlich Materie), dann erklärt dies nicht ihren Ursprung.
Zitat von »weristgott.info«
Auch hier verbleiben also wieder nur die drei o.g. Möglichkeiten: Emotionen, Sehnsüchte und Gewissen stammen entweder (1) aus dem Nichts, (2) aus einer ewigen Materie oder (3) von einem ewigen, liebevollen und gerechten Gott.
Zitat von »weristgott.info«
Und welche dieser drei Optionen man für am plausibelsten und wahrscheinlichsten erachtet, ist wiederum eine Frage des Glaubens bzw. der Überzeugung. Und es ist eine Frage dessen, woran man glauben möchte: daran, dass alles Existierende nur zufällig existiert, weil es ohne erkennbaren Grund aus dem Nichts oder aus einer „seelenlosen“ Materie entstanden ist, oder daran, dass alles Existierende seinen Ursprung in einem Gott hat, der unserem Leben einen Sinn gibt.
Zitat von »weristgott.info«
Wenn man annimmt, dass die Materie ewig ist, dann ist die Frage nach dem Ursprung alles Existierenden (und damit aller Materie) nicht beantwortbar. Denn dann hat alle Materie ihren Ursprung in sich selbst, da sie ewig ist. Am Ende "beißt" sich bei dieser Argumentation also "die Katze in den eigenen Schwanz".
Wenn man hingegen annimmt, dass es einen ewigen Gott gibt, dann ist die Frage nach dem Ursprung alles Existierenden (und damit aller Materie) beantwortbar. Denn dann hat alle Materie ihren Ursprung in einem ewigen Gott, der selbst keine Materie ist und daher keines Ursprungs bedarf.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Zitat von »Andreas«
Genau, wobei ich mich da zu keinen Aussagen hinreißen lasse.

Zitat von »Andreas«
„Gleichzeitig wird in der Physik jedoch davon ausgegangen, dass unser Universum einen absoluten Anfang hat und auch ein absolutes Ende haben wird, also gerade nicht ewig ist.“
Könnte ich dazu ein paar Quellen bekommen?
Zitat von »Andreas«
„Doch auch wenn man davon ausgehen möchte, dass Emotionen, Sehnsüchte und Gewissen nicht mehr und nicht weniger sind als biochemische Reaktionen (und damit letztlich Materie), dann erklärt dies nicht ihren Ursprung.“
Wieso nicht? Wenn man einen Menschen an Kabeln anschließt um damit biochemische Reaktionen zu messen und dann beim Probanden verschiedene Emotionen auslöst, dann werden diese sichtbar.
Zitat von »Andreas«
Von daher sollte man, angesichts der Fülle an (denkbaren!) Möglichkeiten, lieber beim Überprüfbaren bleiben.
Zitat von »Andreas«
Genau genommen ist der Spruch Zufall irgendwie in inflationären Verbrauch vorhanden. Genau genommen hat die ET mit Veränderung durch Mutation und natürliche Selektion nur sehr wenig mit Zufall zu tun. Zufall überhaupt ist irgendwie ein schwer abgrenzbarer (bwz. definierbarer) Begriff.
Zitat von »Andreas«
„Wenn man annimmt, dass die Materie ewig ist, dann ist die Frage nach dem Ursprung alles Existierenden (und damit aller Materie) nicht beantwortbar. Denn dann hat alle Materie ihren Ursprung in sich selbst, da sie ewig ist. Am Ende "beißt" sich bei dieser Argumentation also "die Katze in den eigenen Schwanz". Wenn man hingegen annimmt, dass es einen ewigen Gott gibt, dann ist die Frage nach dem Ursprung alles Existierenden (und damit aller Materie) beantwortbar. Denn dann hat alle Materie ihren Ursprung in einem ewigen Gott, der selbst keine Materie ist und daher keines Ursprungs bedarf.“
Nein eigentlich nicht, beim ersteren sagt ihr, "die Katze beißt sich in den eigenen Schwanz", unter Annahme der Ewigkeit des Universums (und damit auch der Materie), sei der Ursprung alles Existierenden nicht mehr beantwortbar, logischerweise trifft das auch bei Zweiterem zu, wo gesagt wird, Gott existiert ewig. Da wird doch exakt dasselbe ausgesagt, nur anstatt Materie ist Gott ewig. Da Gott ewig ist ist auch hier der Ursprung alles Existierenden nicht beantwortbar (Gott selbst zählt da ja auch zu allem Existierenden).
Michael
unregistriert
Atheisten glauben tatsächlich, dass alles Existierende (und damit auch wir Menschen) rein zufällig aus der Materie und der Energie des Urknalls entstanden sind.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Wenn wir "Zufall" definieren als Ereignisse, für die es keine Gesetzmäßigkeit gibt, dann würden wir die Suche danach sofort einstellen müssen. Wenn wir die Definition aber dahingehend umformulieren, daß wir sagen: "Zufälle sind Ereignisse, für die wir (noch) keine Gesetzmäßigkeiten kennen." dann sind viele Ereignisse (noch) zufällig, aber die Suche nach den Gesetzmäßigkeiten ist sinnvoll.
Gott nun hinter dem Zufall, also den ungeklärten Fragestellungen zu vermuten ist nicht seriös.
