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weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

1

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 11:27

Warum müssen wir gemäß der Bibel darauf vertrauen, dass unsere Schuld durch den Tod Jesu Christi beglichen wurde, um in Gottes Augen als unschuldig zu gelten?

Dieses Forum dient dazu, die folgende Frage sowie die dazugehörige Antwort von weristgott.info zu diskutieren:

Warum müssen wir gemäß der Bibel darauf vertrauen, dass unsere Schuld durch den Tod Jesu Christi beglichen wurde, um in Gottes Augen als unschuldig zu gelten?

Wir freuen uns auf eine sachliche und konstruktive Diskussion!

Sabine

Schüler

Registrierungsdatum: 5. Februar 2009

Beiträge: 126

2

Dienstag, 3. März 2009, 14:25

Zum Thema "Warum müssen wir gemäß der Bibel darauf vertrauen, dass unsere Schuld durch den Tod Jesu Christi beglichen wurde, um in Gottes Augen als unschuldig zu gelten?"

In dieser Hinsicht können wir uns nur auf die Bibel berufen, weil wir ja keinerlei andere Quellen, was dies belegen würde besitzen. Jesus hat uns durch seinen furchtbaren, grausamen Tod von unserer Schuld erlöst, weil Gott uns retten will. Ich denke dieser Tod musste so grausam sein, weil auch wir Menschen große Sünden begangen haben. Jesu Tod musste also "gleichwertig" sein wie die Zahl der Sünden die begangen wurden, um uns somit von der Last unserer Sünden freikaufen zu können. :thumbsup:

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

3

Dienstag, 3. März 2009, 16:07

Was Du sagst, ist - aus Sicht des christlichen Glaubens - zwar richtig, aber es sollten dabei zwei Dinge betont werden:

1) Die körperlichen Leiden Jesu am Kreuz waren zweifelsohne grausam. Wenn die Aussagen in der Bibel wahr sind, dann waren die psychischen bzw. geistlichen Leiden Jesu aber noch weitaus größer, da sich der göttliche Vater aufgrund der Schuldübernahme Jesu von seinem geliebten Sohn am Kreuz abwenden musste, wodurch die bis dahin ewige göttliche Harmonie zerstört wurde. Philipp Yancey formuliert das wie folgt:

"Eine unerklärliche Kluft hatte sich in der göttlichen Einheit aufgetan. Die Verborgenheit Gottes schmerzt denjenigen am meisten, der ihm am nächsten steht. Deshalb litt Jesus, der menschgewordene Gott, auch von allen Menschen am stärksten unter dieser Verlassenheit. [...] Kein Theologe kann zufrieden stellend erklären, was sich an diesem Tag auf Golgatha im Wesen der Dreieinigkeit ereignete. Wir haben lediglich den Schmerzensschrei eines Kindes, das sich verlassen fühlt. Wir wissen nicht, was der göttliche Vater in diesem Augenblick schrie. [...] Wir kennen Gottes Einstellung zur Sünde; das Gefühl der Verlassenheit herrschte wahrscheinlich auf beiden Seiten." (siehe hier)

2) Deine Antwort erklärt lediglich, warum Jesus sterben musste, aber nicht, warum wir gemäß der Bibel auf die Begleichung unserer Schuld durch Jesu Tod vertrauen müssen. Eine mögliche Erklärung hierfür findet sich hier.

orewar

unregistriert

4

Samstag, 7. März 2009, 18:37

Hast Du wohl zutreffend erklärt, aber eigentlich redet die Bibel ja auch ganz klar vom "Busse" TUN, also einer Lebensveränderung und dass einen die Sünden "gereuen" und wir das stellvertrende Opfer annehmen müssen.

Es geht eben ums "anklopfen", sagt Jesus ja auch ganz deutlich, nur vor der Tür herumstehen ist zu wenig.

unregistriert

5

Donnerstag, 22. Oktober 2009, 20:18

RE: Warum müssen wir gemäß der Bibel darauf vertrauen, dass unsere Schuld durch den Tod Jesu Christi beglichen wurde, um in Gottes Augen als unschuldig zu gelten?

Warum müssen wir gemäß der Bibel darauf vertrauen, dass unsere Schuld durch Jesu Tod beglichen wurde, um in Gottes Augen als unschuldig zu gelten?
Kolosser 1,19

090430

Anfänger

Registrierungsdatum: 28. April 2010

Beiträge: 1

6

Mittwoch, 28. April 2010, 01:54

War Jesus am Kreuz von Gott verlassen?

Einige Worte der Bibel, die uns helfen können:

Zitat

Johannes 8,29: Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm Wohlgefällige tue.

Weil Jesus allezeit Gott wohlgefallen hat, wusste er, dass sein Vater immer bei ihm ist.

Zitat

Johannes 16,32: Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, dass ihr euch zerstreuen werdet, ein jeder in seine Heimat und mich allein lassen werdet; doch ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.

Gerade zu der Zeit, zu der Jesus sogar von den Jüngern verlassen war, war der Vater bei ihm.

Zitat

2 Korinther 5,19: ... nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete3 und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.

Das großartige Werk der Erlösung geschah nicht dadurch, dass Gott Christus verlassen hat. Nein! Gott war in Christus. Nicht eine innere Trennung Gottes, wie Sie von Philipp Yancey postuliert wurde, hat uns erlöst, sondern Gottes Wirken in Christus, gerade die tiefe untrennbare Einheit der Dreieinheit macht uns durch ihr liebendes Wirken fähig, aus unseren Sünden herauszukommen, mit dem Vater versöhnt zu werden.

Zitat

Kolosser 1,19-20: ... denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen 20 und durch ihn alles mit sich zu versöhnen - indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.

Als Jesus durch das Blut seines Kreuzes Frieden gemacht hat, hat die ganze Fülle Gottes in ihm gewohnt!! Er war nicht von Gott verlassen. Er hat uns gerade in seinem Tod die Liebe Gottes in ihrer ganzen Fülle gebracht!

Zitat

Matthäus 27,46: um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Elí, Elí, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Hier finden wir ein Zitat aus dem 22. Psalm, den wir ihn seiner Gesamtheit betrachten sollen. Der Ausruf der Gottverlassenheit am Anfang des Psalms zeigt eher die Gefühlslage des unschuldig leidenden Gerechten und auch wie es nach außen hin aussah. Später im Psalm erfahren wir, dass dieser leidende Gerechte trotzdem ganz in der Nähe Gottes war:


Zitat

Denn er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er. (Psalm 22,25)


Auch wenn Jesus scheinbar in seinem Sterben von Gott verlassen war, war er es doch nicht. Der Vater hat sein Angesicht nicht vor seinem Sohn verborgen. Er hörte sein Schreien und war immer bei ihm.

So konnte Jesus dem mit ihm gekreuzigten Verbrecher auch versprechen:

Zitat

Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. Lukas 23,43


Vielleicht sollten wir noch mehr darüber nachdenken, ob Gott, um uns vergeben zu können, seinen Sohn bestrafen musste, ob das wirklich die Botschaft des Neuen Testaments ist. Ich freue mich auf Eure Gedanken.

S. Temp

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 14. April 2010

Beiträge: 316

7

Donnerstag, 29. April 2010, 03:07

RE: War Jesus am Kreuz von Gott verlassen?

Vielleicht sollten wir noch mehr darüber nachdenken, ob Gott, um uns vergeben zu können, seinen Sohn bestrafen musste, ob das wirklich die Botschaft des Neuen Testaments ist.
Ja, genau das ist die Botschaft.

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