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weristgott.info

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Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

1

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 11:26

Die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens steht und fällt mit der Frage, ob Jesus Christus wirklich vom Tod auferweckt wurde und damit göttlich ist. Lässt sich die Auferweckung Jesu Christi beweisen?

Dieses Forum dient dazu, die folgende Frage sowie die dazugehörige Antwort von weristgott.info zu diskutieren:

Die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens steht und fällt mit der Frage, ob Jesus Christus wirklich vom Tod auferweckt wurde und damit göttlich ist. Lässt sich die Auferweckung Jesu Christi beweisen?

Wir freuen uns auf eine sachliche und konstruktive Diskussion!

Andreas

Anfänger

Registrierungsdatum: 2. Januar 2009

Beiträge: 8

2

Montag, 19. Januar 2009, 00:20

Zitat

Damals wurde die christliche Verehrung von Jesus als Sohn Gottes aufgrund der römischen Herrschaft als Bedrohung für die Autorität des Kaisers und aufgrund der jüdischen Kultur als Gotteslästerung betrachtet. Aus diesem Grund kam es bereits kurz nach Jesu Tod zu den ersten tödlichen Christenverfolgungen im Römischen Reich

Das ist nicht ganz und gar korrekt, verfolgt wurden sie nicht weil sie genau das glaubten, sondern (ais der selben wikiquelle):

Zitat

Der altrömische Götterglaube war von einer einfachen „Vertragstheorie“ geprägt: Die Menschen schuldeten den Göttern Verehrung und Opfer und diese den Menschen dafür Schutz und Hilfe (Motto: do ut des; „Ich gebe, damit du gibst“). Daraus ergaben sich zwei Dinge: Erstens war der Vollzug der Staatskulte - etwa für Jupiter - nach römischem Verständnis direkt mit dem Wohlergehen des Staates verknüpft. Zweitens war eine grundsätzliche Toleranz gegenüber fremden Kulten, deren Schutz sich die Römer ebenfalls versichern wollten. So war schon in republikanischer Zeit das Ritual der Invocatio bekannt, mit dem fremde Götter eingeladen wurden, ihren Sitz in Rom zu nehmen. In der Kaiserzeit gab es daher in Rom eine Vielzahl von Tempeln für ursprünglich nichtrömische Kulte wie den der Isis. Daher zeichnete sich der römische Staatskult durch seine sehr fortschrittliche Form der Integration fremder Religionen und deren Gottheiten aus. Und selbst die Anbetung von nichtintegrierten Gottheiten wie Mithras, dem Gott der Juden oder dem Gott der Christen waren selbst in Rom gestattet. So waren es nicht die Kulte selbst, welche zur Ablehnung seitens der Römer führten, sondern umgekehrt die Nichttoleranz des römischen Staatskult durch jene Religionsgemeinschaften. Das Judentum verhielt sich hierbei gemäßigter als das Christentum, während der Mithraskult überhaupt nicht mit dem Staatskult kollidierte und beweist, dass eine friedliche Koexistenz möglich war.

Wobei ich es etwas falsch ausgedrückt finde, es war das Unterlassen einer Tätigkeit die sie dem Staat per Gesetz schuldig waren, was sich leider aufgrund ihres Monotheismus nun mal so ergab. Dabei machte das Reich bzw. dort wo es lokal vorkam generell keinen Unterschied zwischen Solchen die sich staatskonform verhielten und Solchen die es nicht taten, sondern verfolgten dementsprechend alle Christen, anstatt nur die die tatsächlich nicht so wollten wie es gefordert war.

Zitat

Wie lässt es sich erklären, dass unter solch politisch und religiös feindlichen Bedingungen im 1. Jahrhundert n. Chr. das Christentum als neue Religion entstehen und Bestand haben konnte?

1. Waren diese Verfolgungen überhaupt nicht permanent, auch überhaupt nicht unter jedem Kaiser.

2. Das was man über die Christenverfolgungen an Quellen hat, haben wir fast ausschließlich von Kirchenvater Euseb, dessen Schilderungen von Christenverfolgungen zu einem sehr großen Teil schlicht frei erfunden ist. Kann man unter Kriminalgeschichte des Christentums Band 1 und 3 nachlesen. Die Intensität der Verfolgungen sind also gar nicht so drastisch gewesen, wie lange Zeit angenommen und durch die Geschichte verbreitet.

3. Die Juden haben unter den Christen mehr als 1500 Jahre sehr gelitten, weit mehr als Christen auf dieser Welt durch ihren Glauben je gelitten haben, durch die Jahrhunderte Pogrome und Vertreibungen etc. bis es schließlich in Ausschwitz gipfelte. Heute haben wir ohne es nochmal genau nachzuprüfen (kann gerne korrigiert werden) trotzdem mind. über 10 Millionen Juden.

Ich denke das sind genug Erklärungen. Es ist also ohne weiteres möglich

Halt eines fällt mir noch ein. Ein Glaube ist übrigens nichts Handfestes, man kann es weder riechen, noch schmecken, noch anfassen. Etwas "Unsichtbares" zu verfolgen ist also recht schwer. Will damit sagen (als Analogie), man kann zwar etwa öffentlich ausgesprochene Gedanken unterdrücken und bekämpfen, nicht aber dort wo sie unausgesprochen bleiben. Und in die Menschen selbst kann ja niemand reingucken.

Noch etwas, auch das Heidentum und auch verschiedene christliche Strömungen (neben den etablierten Katholizismus und später orthodoxen Christentums noch später Protestantismus) sind niemals ganz ausgerottet worden. Das ist nicht möglich.

Und das es angeblich nur der feste Glaube der Christen sei, der es habe fortbestehen lassen, ist nichts anderes als eine unbelegte Behauptung.

Zum Rest des Artikels schreibe ich morgen was, ist schon recht spät!

Andreas

Anfänger

Registrierungsdatum: 2. Januar 2009

Beiträge: 8

3

Montag, 19. Januar 2009, 11:45

Fortsetzung...

Nochmal eine Ergänzung zu oben. Sie behaupten im Grunde nichts anderes, als dass die Verbreitung des Christentums trotz aller "Widrigkeiten", die zweifellos vorhanden waren (jedoch nicht so drastisch, siehe oben), nur deshalb so gelingen konnte, weil der Glauben der Christen angeblich wahr ist., bzw. als wahr zu betrachten ist. Zwischen Glauben, egal in welcher Intensität und Wahrheit besteht jedoch kein Zusammenhang.

Ich mache mal weiter im Text.

Sie schreiben -

Zitat

Im direkten Anschluss an Jesu Tod herrschte unter den Anhängern Jesu zunächst eine große Angst und Hoffnungslosigkeit, da die Anhänger Jesu ihre Erwartungen an Jesus enttäuscht sahen und sich nicht zu Jesus als Sohn Gottes bekennen wollten. So löste sich die „Jesus-Bewegung“ nach Jesu Tod zunächst vollständig auf und jeglicher Rückhalt in der Bevölkerung schlug in Enttäuschung und Ablehnung um.

Ich frage mich welche Quellen Sie hierzu angeben können. Meines Wissens steht in der Bibel, solches nicht, lasse mich aber gerne korregieren. Zumindest aber von einer Auflösung kann nicht die Rede sein.

Sie schreiben -

Zitat

Diesbezüglich unterschied sich Jesus anfangs also nicht von allen anderen vermeintlichen „Messiassen“, die zur damaligen Zeit auftraten und ebenfalls von den Befehlshabern des Römischen Reiches ermordet wurden.

Welche Quellen haben Sie hierzu?

Zitat


Doch während alle anderen vermeintlichen Messiasse nach ihrem Tod schnell in Vergessenheit gerieten, passierte im Falle von Jesus etwas absolut Unerwartetes.

Das mag sein, jede Religion muss mal ganz klein angefangen haben. Und sicherlich mag es ein oder andere Religionsvorstellungen gegeben haben, die fast sofort wieder in der Versenkung verschwanden.

Zitat

So berichten Historiker davon, dass nur wenige Tage nach Jesu Tod mehr und mehr Menschen - darunter auch ehemalige Gegner Jesu - plötzlich öffentlich und uneingeschränkt die Botschaft von der Auferweckung Jesu verkündeten und sich zu Jesus als Sohn Gottes bekannten. Viele von ihnen bezahlten hierfür sogar mit ihrem eigenen Leben.

Ihre eigene Quelle widerspricht Ihnen übrigens im letzten Satz.

Aus Wikipedia - Christenverfolgung:

Zitat

Der Apostelgeschichte zufolge konnten die Christen ihre Botschaft anfangs frei und unbehelligt verkünden: sogar im Tempel mitten in Jerusalem (Apg 2,14ff). Auch Pilatus verfolgte sie nach Jesu Tod nicht weiter; er ignorierte innerjüdische Konflikte, solange sie seine Macht nicht bedrohten.
Sie schreiben -

Zitat

Welche plausible Erklärung gibt es für das - nüchtern betrachtet - plötzlich so lebensmüde Verhalten dieser ersten Christen? Wenn man die Möglichkeit, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferweckt wurde, kategorisch ausschließen möchte, dann verbleiben lediglich drei alternative Erklärungsoptionen:

Hier machen sie wieder das wie ganz oben, sie behaupten solch Verhalten wäre nur deswegen möglich, weil das was diese Leute glaubten auch wahr ist. Das ist jedoch Unsinn.

Somit wäre etwa der Islam wahr, weil jedes Jahr 100te von den Moslems todesmutig mit Sprengstoffgürteln ihren Weg gehen. Mag sein dass deren Anführer, die nur die Strippen im Hintergrund ziehen, vielleicht aus Opportunismus wirklich nur um Macht geht. Das ist nebensächlich. Die Selbstmordattentäter glauben jedoch wirklich an ihr Paradies und an den Islam, für den sie sich opfern. Gemäß ihrer Logik wäre der Islam wahr.

Als das Heidentum im Laufe der Geschichte zerschlagen wurde, starben auch viele von den Anhängern, weil sie den Nacken vor der neuen Religion nicht beugen wollten und ihren Glauben, ihre Tempel verteidigten. Heidnische Religionen sind Ihrer Logik nach nun ebenso wahr.

Alle drei Glaubensrichtungen (wobei Heidentum jetzt mal als ganzes genommen wird) widersprechen sich aber und können demnach nicht gleichzeitig wahr sein. Demzufolge kann auch ihre Argumentation die Wahrheit ihres Glaubens nicht belegen.

Sie schreiben -

Zitat

Denkbar wären grundsätzlich alle drei Optionen; doch es stellt sich die Frage, wie wahrscheinlich sie sind: 1. Wie wahrscheinlich ist es, dass Menschen für etwas ihr Leben opfern, von dem sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass es nicht wahr ist?

Wieso sollten sie auf einmal alle, als Alternative dafür dass der Glaube doch wahr ist, absolut sicher gewusst haben, dass er falsch ist? Dann hätte es doch gar nicht erst eine Glaubensgemeinschaft gegeben. Diesen Satz bzw. die Frage finde ich unlogisch.

Zitat

2. Wie wahrscheinlich ist es, dass alle Christen zum selben Zeitpunkt plötzlich Wahnvorstellungen erlitten, die mehrere Wochen, Monate und Jahre anhielten und ansteckend waren?

Wieso sollten sie zum selben Zeitpunkt, wiederum als Alternative zur Möglichkeit der GLaube ist wahr, Wahnvorstellungen haben? Sie glauben das Christentum ist wahr, demnach alle anderen Religionen nicht. Haben nun alle anderen Anhänger der anderen Religionen zum Zeitpunkt der Entstehung und der Ausbreitung Wahnvorstellungen (gleichzeitig) gehabt? Die Erklärung ist woanders zu suchen.

Sie schreiben -

Zitat

Jeder, der sich ernsthaft mit den historischen Fakten und Indizien aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auseinandersetzt, sollte die Möglichkeit, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferweckt wurde und anschließend mehreren hundert Menschen erschienen ist, als die wohl plausibelste Erklärung für die Entstehung und schnelle Verbreitung des Christentums in Betracht ziehen.

Sicher als Skeptiker weiß man dass keine Position zu 100% wasserdicht ist und man alles in Betracht ziehen muss, man kann jedoch mit Wahrscheinlichkeiten abwägen und verschieden mögliche Ergebnisse Wahrscheinlichkeiten zu ordnen. Und in diesem Falle muss ich eindeutig unwahrscheinlich konstatieren und es damit als vernachlässigbar erachten, etwas was ich dann keinem Glauben schenke.

Im Übrigen, es geht nicht um die Glaubwürdigkeit von mehreren 100 Menschen denen dieser Jesus erschienen sein sollte. Sondern um den Schreiber, der behauptet, Jesus wäre mehreren 100 Menschen erschienen. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Andreas« (19. Januar 2009, 12:02)


weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

4

Mittwoch, 21. Januar 2009, 23:39

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine ausführlichen Anmerkungen! Im Folgenden werden wir versuchen, auf die von Dir geäußerten Einwände detailliert einzugehen.

Dein Hauptkritikpunkt besteht darin, dass Du die Richtigkeit unserer Argumentation grundsätzlich in Frage stellst:

Sie behaupten [das Verhalten der ersten Christen] wäre nur deswegen möglich, weil das was diese Leute glaubten auch wahr ist. Das ist jedoch Unsinn.

Somit wäre etwa der Islam wahr, weil jedes Jahr 100te von den Moslems todesmutig mit Sprengstoffgürteln ihren Weg gehen. Mag sein dass deren Anführer, die nur die Strippen im Hintergrund ziehen, vielleicht aus Opportunismus wirklich nur um Macht geht. Das ist nebensächlich. Die Selbstmordattentäter glauben jedoch wirklich an ihr Paradies und an den Islam, für den sie sich opfern. Gemäß ihrer Logik wäre der Islam wahr.

Als das Heidentum im Laufe der Geschichte zerschlagen wurde, starben auch viele von den Anhängern, weil sie den Nacken vor der neuen Religion nicht beugen wollten und ihren Glauben, ihre Tempel verteidigten. Heidnische Religionen sind Ihrer Logik nach nun ebenso wahr.

Alle drei Glaubensrichtungen (wobei Heidentum jetzt mal als ganzes genommen wird) widersprechen sich aber und können demnach nicht gleichzeitig wahr sein. Demzufolge kann auch ihre Argumentation die Wahrheit ihres Glaubens nicht belegen.

Du hast unsere Argumentation jedoch missverstanden. Oder besser gesagt: Unsere Argumentation war vermutlich missverständlich formuliert (wir haben sie in der Rubrik 3. fragen daher inzwischen noch einmal präzisiert). Unser Argument lautet nämlich nicht: „Wenn Menschen so sehr an etwas glauben, dass sie dafür sogar bereit sind, ihr Leben zu opfern, dann muss das, woran sie glauben, wahr sein.“ Das wäre tatsächlich Unsinn. Der entscheidende Punkt ist der folgende:

Die allerersten Christen riskierten nicht deswegen ihr Leben, weil sie daran glaubten, dass Jesus vom Tod auferweckt wurde. Sie behaupteten stattdessen, es zu wissen. Sie behaupteten, dem auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein. Für diese Gewissheit und diese Überzeugung riskierten sie ihr Leben – nicht primär für einen Glauben. Damit unterscheidet sich der Beginn des Christentums von allen anderen großen Religionen, da sich alle anderen Religionen nicht auf ein konkretes historisches Ereignis (hier: die Auferweckung Jesu) stützen, sondern auf Überlieferungen und Traditionen, die keiner historischen Überprüfung unterzogen werden können. Der Vergleich, den Du zum Islam und Heidentum ziehst, hinkt also. Und zum Thema „Märtyrertum im Islam“ noch folgendes: Im radikalen Islam, dem die Selbstmordattentäter entspringen, ist das Märtyrertum eine Tugend und ein Paradiesversprechen. Im neutestamentlichen Christentum ist es das nicht. Diese zentrale Motivation für den Märtyrertod entfällt für Christen also vollständig.

Unser Argument ist das folgende:

Die ersten mehreren hundert Christen riefen die erste christliche Kirche deswegen ins Leben, weil sie behaupteten, dem auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein. Die erste christliche Kirche basierte also nicht auf dem Glauben an die Aufweckung Jesu, sondern auf der Gewissheit. Und für diese Gewissheit und diese Überzeugung riskierten die ersten Christen ihr Leben! Wie kann das sein?

Wenn man die Möglichkeit, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferweckt wurde, kategorisch ausschließen möchte, dann verbleiben lediglich drei alternative Erklärungsoptionen:

1) Die ersten Christen haben die Geschichte von der Auferweckung Jesu frei erfunden und das gesamte Christentum basiert auf einer großen Lüge.

2) Die ersten Christen waren wirklich von der Auferweckung Jesu überzeugt, aber nur deswegen, weil sie alle an Wahnvorstellungen litten.

3) Die ersten Christen waren wirklich von der Auferweckung Jesu überzeugt, aber Jesus war bei seiner Kreuzigung gar nicht gestorben, sondern hatte diese überlebt.

Denkbar wären grundsätzlich alle drei Optionen; doch es stellt sich die Frage, wie wahrscheinlich sie sind: 1. Wie wahrscheinlich ist es, dass die ersten Christen für etwas ihr Leben riskierten, von dem sie mit absoluter Sicherheit wussten, dass es nicht wahr ist, da sie es selbst erfunden hatten? 2. Wie wahrscheinlich ist es, dass die ersten Christen alle zur gleichen Zeit plötzlich Wahnvorstellungen erlitten und fest davon überzeugt waren, unabhängig voneinander dem vom Tod auferweckten Jesus persönlich begegnet zu sein? 3. Wie wahrscheinlich ist es, dass Jesus seine mehrstündige Kreuzigung trotz der Anwesenheit zahlreicher Zeugen überlebte und nach drei Tagen ohne Essen und Trinken wieder vollkommen gesund war?

Dein Haupteinwand zu dem Aspekt, dass die Christen für ihre Überzeugung ihr Leben riskierten, ist:

Die Intensität der Verfolgungen sind gar nicht so drastisch gewesen, wie lange Zeit angenommen und durch die Geschichte verbreitet.

Das mag sein, aber dennoch gab es Verfolgungen, die für Christen mit Nachteilen, Ausgrenzungen, Prozessen und teilweise auch mit dem Tod geendet haben. Für eine fundierte Darstellung hierzu empfehlen wir das folgende Buch des Präsidenten der Berliner Humboldt-Universität Prof. Dr. Christoph Markschies: „Das antike Christentum: Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.“ Die Apostelgeschichte legt dar, dass die erste Kirche lediglich für einige wenige Wochen, vielleicht ein paar Monate, die Chance hatte, sich frei zu entwickeln. Bereits in Apg 4 kommt es zu einem ersten Verhör von Petrus und Johannes. Und spätestens ab Apg 7, mit der Ermordung von Stephanus, setzte eine klare Verfolgung ein.

Eines Deiner weiteren Gegenargumente lautet:

Auch das Heidentum und auch verschiedene christliche Strömungen (neben den etablierten Katholizismus und später orthodoxen Christentums noch später Protestantismus) sind niemals ganz ausgerottet worden. Das ist nicht möglich.

Das ist so nicht richtig, denn es gibt viele Beispiele für Strömungen, Sekten und Religionen, die sehr wohl ausgestorben sind oder ausgerottet wurden. Dies gilt zum Beispiel für alle messianischen Bewegungen, die vor oder nach Jesus aktuell waren. Es gab in den Jahrhunderten vor uns nach Jesus dutzende Messiasfiguren: vgl. hierzu z.B. die Makkabäer oder Simon bar Kochba. Trotzdem sind alle von ihnen ausgerottet worden. Warum? Weil der Tod des Messias am Kreuz für einen Juden das sicherste Zeichen dafür war, dass er nicht der Messias sein konnte. Nun, bei Jesus war das anders. Sein Tod war nicht das Ende seiner Bewegung, sondern der Anfang.

Zum Abschluss eine Frage an Dich:

Was ist Deiner Meinung nach die plausibelste Erklärung dafür, dass in den ersten Monaten nach Jesu Tod mehrere hundert Menschen die erste christliche Kirche gründeten, da sie behaupteten, dem auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, und dass sie für diese Überzeugung sogar teilweise mit ihrem eigenen Leben bezahlten?

Boschur

unregistriert

5

Dienstag, 3. Februar 2009, 15:55

Was ist Deiner Meinung nach die plausibelste Erklärung dafür, dass in den ersten Monaten nach Jesu Tod mehrere hundert Menschen die erste christliche Kirche gründeten, da sie behaupteten, dem auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, und dass sie für diese Überzeugung sogar teilweise mit ihrem eigenen Leben bezahlten?

Ich geh mal nur auf diesen Punkt ein.
Das hab ich so einst auch im Religionsuntericht gehört und der Typ hat sich gefreut dass er grad was frommes sagen würde aber das ist Unsinn, eine unsinnige Hilfskonstruktion.

Das gefährlich ist, dass hier der allmächtige Gott indirekt als ganz kleines bemitleidenswertes Würstchen dargestellt wird und dann kommt die große mächtige Psychologie und hilft dem Winzling auf die Beinchen. Na toll, wenn es mit den Erkenntnissen der GROSSEN Psychologie übereinstimmt, na da darf sich der Kleine aber freuen.....

Im Grunde ist das Argument ja nicht schlecht an sich, aber man muss aupassen wie man es vorträgt, was für ein Bild man dabei von Gott erzeugt.

Schaut mal diese Bibelstellen.

2 Kön 6,16: Er sprach: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind! Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.

oder hier:

4 Mo 22,31: Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht.

Wenn Gott was "beweisen" will reicht schon ein kurzer Moment des "Durchblicks" auf ein Engelchen und schon liegen die Menschlein auf dem Näslein.

Das Beweisen ist aber nicht Gottes Ziel in diesem Leben, er will aus seinem Charakter, aus seiner Schöpfung aus seiner Botschaft, seinem Wort, aus dem Leben und Handeln seiner Kinder WESENSMÄSSIG erkannt werden.

Deshalb lassen wir doch das "Beweisen wollen" , das ist armseelig. Leben wir einfach wie die, die mal ehrfurchtsvoll auf dem "Näslein" lagen weil sie Gott BEGEGNET sind, sowas ist viel angebrachter.

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

6

Dienstag, 3. Februar 2009, 23:01

Hallo Boschur,

vielen Dank für Deine Anmerkungen.

Deshalb lassen wir doch das "Beweisen wollen", das ist armseelig.

Wie Du unserer Antwort zu der Frage entnehmen kannst, ist es nicht unser Ziel, irgendetwas zu „beweisen“. Abgesehen davon wäre dies auch gar nicht möglich. Die Frage „Lässt sich die Auferweckung Jesu beweisen?“ ist also bewusst pointiert formuliert und muss eindeutig mit „nein“ beantwortet werden.

Leben wir einfach wie die, die mal ehrfurchtsvoll auf dem "Näslein" lagen weil sie Gott BEGEGNET sind, sowas ist viel angebrachter.

Das ist natürlich eine mögliche Sichtweise. Aber die Frage ist, was Dich so sicher macht, dass es die einzig wahre und richtige ist. Vielleicht hast Du unsere Ausführungen zu dem Thema ja auch missverstanden:

Das gefährlich ist, dass hier der allmächtige Gott indirekt als ganz kleines bemitleidenswertes Würstchen dargestellt wird und dann kommt die große mächtige Psychologie und hilft dem Winzling auf die Beinchen. Na toll, wenn es mit den Erkenntnissen der GROSSEN Psychologie übereinstimmt, na da darf sich der Kleine aber freuen.....

Es ist mit Sicherheit nicht unsere Absicht, die Existenz Gottes mit Hilfe der Psychologie oder irgendeiner anderen Wissenschaft zu legitimieren. Stattdessen versuchen wir zu hinterfragen und zu verstehen, welches Ereignis vor etwa 2.000 Jahren zur Entstehung des Christentums geführt hat - eine sehr interessante und berechtigte Frage, wie wir finden.

Wenn es Gott tatsächlich gibt und wenn er wirklich in der Gestalt eines Menschen (Jesus) auf die Erde gekommen ist, dann ist er damit in „Raum und Zeit“ eingetreten und hat sich uns Menschen direkt „erschließbar“ und „zugänglich“ gemacht. Wir verstehen daher nicht ganz, was daran illegitim oder „armseelig“ sein soll, dieses Ereignis auch mit dem Verstand erfassen zu wollen – vor allem, wenn man davon ausgehen möchte, dass Gott es ist, der uns mit diesem Verstand ausgestattet hat.

Es gibt sehr viele Menschen, die einfach grundsätzlich an der Existenz Gottes zweifeln. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass diese Menschen nicht an Gott glauben wollen. Im Gegenteil: Viele Menschen wünschen sich sogar Argumente oder Indizien, die ihre Zweifel an der Existenz Gottes ausräumen. Erst in einem zweiten Schritt – wenn diese grundlegenden Zweifel beseitigt oder zumindest abgeschwächt sind – kann bei vielen Menschen der eigentliche Glaube an Gott (also z.B. das Staunen und Vertrauen) beginnen.

Der Versuch, die Auferweckung Jesu (als Ursache für die Entstehung des Christentums) auch mit dem Verstand begreifen zu wollen, ist unseres Erachtens daher nicht falsch, sondern kann sogar eine notwendige Voraussetzung darstellen, um überhaupt erst offen für den christlichen Glauben zu werden.

Die Diskussion driftet an dieser Stelle aber ein bisschen ab. Hier in diesem Forum geht es um die Frage, welche Indizien eher für und welche Indizien eher gegen die Auferweckung Jesu sprechen bzw. welche plausiblen Erklärungsmöglichkeiten es für die Entstehung des Christentums vor etwa 2.000 Jahren gibt. Wenn Du hingegen eine grundsätzliche Diskussion zum Thema "Glaube und Verstand" führen möchtest, dann kannst Du hierzu gerne ein neues Thema eröffnen.

Boschur

unregistriert

7

Mittwoch, 4. Februar 2009, 07:37

Nein nein, nichts gegen den Verstand, so ist das nicht gemeint.

Der Glaube ist nicht gegen den Verstand, sondern "über den Verstand hinaus".

[Anmerkung von weristgott.info: Die übrigen Inhalte Deines Beitrags haben wir in das Forum "Glaube und Zweifel, Emotionen und Verstand" verschoben, da wir in der hier geführten Diskussion sonst vom eigentlichen Thema abkommen würden. Vielen Dank für Dein Verständnis.]

Osolini

Anfänger

Registrierungsdatum: 6. Februar 2009

Beiträge: 1

Wohnort: Santiago de Chile

8

Freitag, 6. Februar 2009, 20:42

Nein! Beweissbar ist die angebliche Auferstehung Jesus nicht. Das ist ein Dogma den die Christen anehmen müssen, ja oder ja. Der einzige hinweis ist die Bibel, aber es gibt nicht den leisesten historischen Beweis für diese Begebenheit. Es gibt hier nur zwei Möglichkeiten, Jesus ist gestorben, oder er war in einem coma ähnlichen zustand. Und wenn man diese Geschichte in den Evangelien liesst geht ganz klar hervor dass es keine zeugen gibt die dieses Geschehen beobachtet haben. Wenn man etwas für wahrhaftig halten will, muss dies auch belegbar sein, sonst könnte man jede Aussage für wahr halten.

Ich behaupte, dass in meinem Garten grüne Zwerge rumlaufen. Gesehen habe ich sie nicht, brauch ich auch nicht, denn ich bin fest davon überzeugt. Wer es nicht glaubt beweise mir dann, dass es keine grüne Zwerge in meinem Garten gibt..

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

9

Freitag, 6. Februar 2009, 22:01

Nein! Beweissbar ist die angebliche Auferstehung Jesus nicht.

Richtig, die Auferweckung Jesu ist nicht wissenschaftlich beweisbar. Aber erstens wurde das oben bereits mehrfach betont und zweitens ist dies gar nicht das Ziel dieser Diskussion. Stattdessen geht es hier inzwischen um die Frage, welches Ereignis die plausibelste Erklärung für die plötzliche, kraftvolle Entstehung des Christentums vor 2.000 Jahren ist.

Und wenn man diese Geschichte in den Evangelien liesst geht ganz klar hervor dass es keine zeugen gibt die dieses Geschehen beobachtet haben.

An mehreren Stellen des Neuen Testaments wird von Zeugen gesprochen. Zum Beispiel hier:

1 Kor 15,4-7: Er ist am dritten Tag vom Tod auferweckt worden [...] und hat sich Petrus gezeigt, danach dem ganzen Kreis der Zwölf. Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. Dann erschien er Jakobus und schließlich allen Aposteln.

Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass Zeugen an sich noch kein Beweis für die Wahrhaftigkeit eines Ereignisses sind (da Zeugen auch irren oder lügen können) - genauso wenig wie die Existenz keiner Zeugen ein Widerleg ist (da Zeugen nicht erforderlich sind, damit etwas wahr sein kann). Falls es für ein Ereignis jedoch Zeugen gibt, dann lautet die entscheidende Frage, wie "glaubwürdig" diese Zeugen sind.

Vor etwa 2.000 Jahren gab es zahlreiche Menschen, die für die Überzeugung, dem vom Tod auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, ohne Eigennutz ihr Leben riskierten - mit der Konsequenz, dass es heute das Christentum gibt (siehe hier). Diese Tatsache verleiht den damaligen Zeugen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.

Wenn man etwas für wahrhaftig halten will, muss dies auch belegbar sein.

Nein, in der Vergangenheit liegende, einmalige Ereignisse sind naturwissenschaftlich grundsätzlich nicht belegbar, da sie niemals unter exakt gleichen Bedingungen wiederholt werden können. Deiner Argumentation zufolge müssten daher alle historischen Ereignisse unwahr sein. Wie willst Du z.B. beweisen, wann Du gestern ins Bett gegangen bist? Je mehr voneinander unabhängige Zeugen Du vorbringen kannst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Wahrheit sagst. Aber eindeutig wissenschaftlich beweisen (oder widerlegen) kann man Deine Aussage dadurch trotzdem nicht. Selbst wenn Du das Ganze gefilmt hättest, dann wäre dies kein Beweis, denn schließlich könnte Deine Kamera z.B. manipuliert worden sein. Das ist ein grundsätzliches Problem naturwissenschaftlicher Beweisführung - und kein spezielles Problem bei der Frage bezüglich der Auferweckung Jesu.

Ich behaupte, dass in meinem Garten grüne Zwerge rumlaufen. Gesehen habe ich sie nicht, brauch ich auch nicht, denn ich bin fest davon überzeugt. Wer es nicht glaubt beweise mir dann, dass es keine grüne Zwerge in meinem Garten gibt.

Dein Vergleich hinkt, da die Frage, ob sich zurzeit grüne Zwerge in Deinem Garten aufhalten, keine Frage eines historischen Ereignisses ist. Wenn es hingegen darum geht, ob gestern oder vor 10 Jahren oder vor 2.000 Jahren grüne Zwerge in Deinem Garten waren, dann kann man dies aus den o.g. Gründen weder beweisen noch widerlegen. Stattdessen kann man entweder Zeugen befragen (falls sie noch leben und "glaubwürdig" sind) oder man muss anhand der existierenden Fakten und Indizien rekonstruieren, wie plausibel und wahrscheinlich es ist, dass die Aussage bzw. das Ereignis wahr ist.

Die gleiche Methode auch auf die Frage bezüglich der Auferweckung Jesu anzuwenden, ist ein legitimer Ansatz. Die dahinter stehende, detaillierte Argumentation findest Du hier.

Josh

unregistriert

10

Montag, 16. Februar 2009, 17:25

Zitat

Vor etwa 2.000 Jahren gab es zahlreiche Menschen, die für die Überzeugung, dem vom Tod auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, ohne Eigennutz ihr Leben riskierten - mit der Konsequenz, dass es heute das Christentum gibt.

Diese Tatsache verleiht den damaligen Zeugen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.
Tut sie leider nicht.
Denn es gibt da Menschen in unserer Zeit die davon überzeugt sind ins Paradies zu kommen wo 72 Jungfrauen auf sie warten und sich deshalb in die Luft sprengen oder Sekten wo Durchgeknallte auf die Ankunft von Außerirdischen warten und sich dann am Tag X mit tödlichen Drogencocktails zu dröhnen in dem Glauben ihre Hüllenlosen Seelen würden von den Außerirdischen mit in deren Heimatwelt mitgenommen werden.

Zwischen glauben zu wissen und Wissen besteht ein eklatanter Unterschied.

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

11

Montag, 16. Februar 2009, 22:53

Es gibt da Menschen in unserer Zeit die davon überzeugt sind ins Paradies zu kommen wo 72 Jungfrauen auf sie warten und sich deshalb in die Luft sprengen oder Sekten wo Durchgeknallte auf die Ankunft von Außerirdischen warten und sich dann am Tag X mit tödlichen Drogencocktails zu dröhnen in dem Glauben ihre Hüllenlosen Seelen würden von den Außerirdischen mit in deren Heimatwelt mitgenommen werden. Zwischen glauben zu wissen und Wissen besteht ein eklatanter Unterschied.

Dass ein entscheidender Unterschied zwischen dem heutigen Märtyrertum und den ersten Christen vor 2.000 Jahren besteht, wurde in diesem Forum bereits detailliert herausgestellt (siehe hier). Vielleicht solltest Du Dir zunächst die bisherige Diskussion durchlesen.

Sabine

Schüler

Registrierungsdatum: 5. Februar 2009

Beiträge: 126

12

Freitag, 27. Februar 2009, 21:58

Lässt sich die Auferweckung Jesu beweisen?

Man kann die Auferweckung Jesu mit unseren Mitteln, die wir haben wahrscheinlich nicht beweisen. Hier müssen wir den Zeitzeugen wohl Glauben schenken.
Doch andererseits konnte auch kein Mensch seine sterblichen Überreste finden. :thumbsup:

Henry

unregistriert

13

Freitag, 17. April 2009, 20:43

Lässt sich die Auferweckung Jesu beweisen?

Ob es sich beweisen lässt oder nicht, kommt darauf an was in dem Fall ein Beweis ist.

Mein Tipp:
  • Es gibt Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten und so eine Art Auferstehung erlebten (einfach mal nachforschen)
  • Buchtipp: Paramahansa Yogananda - Autobiographie eines Yogi. Dort berichtet der Yogi eine ähnliche Erfahrung mit seinem verstorbenen Meister, der ihm und Anderen wieder erscheint und auch dieses Phänomen erklärt.
  • Manche sehen Engel und Geister, die Meisten nicht
Schöne Grüsse von

Henry ^^

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

14

Montag, 20. April 2009, 14:28

Na ja, ganz so einfach ist es nicht.

Erstens sind ein Nahtoderlebnis und ein unter Zeugen festgestellter Tod nicht dasselbe.

Und zweitens macht es einen entscheidenden Unterschied, ob ein einzelner Mensch (fälschlicherweise) glaubt, einem Verstorbenen "als Geist begegnet zu sein" oder ob mehr als 500 Menschen einem Verstorbenen leibhaftig und lebendig begegnen und von dieser Begegnung so sehr überzeugt sind, dass sie sogar dazu bereit sind, für diese Überzeugung ihr Leben zu riskieren.

Henry

unregistriert

15

Montag, 20. April 2009, 22:46

Richtig, so einfach ist es nicht.

Es sind nur Tipps zum Thema und wie gesagt: "Ob es sich beweisen lässt oder nicht, kommt darauf an was in dem Fall ein Beweis ist".

Aber auf Yogananda gehe ich noch kurz ein:

Sein "Meister"/Yogalehrer stirbt und taucht wie ein Mensch wieder auf der Strasse auf (mehrere Augenzeugen, etc.) Er geht (ich glaube er fliegt, wie ein Engel eben) zu seinem "Schüler", der ihn leibhaftig umarmen kann. Der Meister erklärt ihm dieses Phänomen anhand der atomaren Struktur, Wille, Geist, etc....er lüftet Geheimnisse über die anderen Welten und wie das funktioniert.

Das ist kein Beweis für die Auferstehung Jesu (die lässt sich faktisch nicht beweisen), aber es ist vergleichbar und es ist ein Schlüssel zum Verständnis. ;)

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

16

Dienstag, 21. April 2009, 09:42

Ja, aber man sollte bei der ganzen Sache den folgenden Unterschied nicht übersehen:

Wie wir weiter oben im Forum gezeigt haben, ist es äußerst schwierig, die Entstehung und schnelle Verbreitung des Christentums im 1. Jahrhundert n. Chr. anders zu erklären als durch die Auferweckung Jesu. Denn warum sonst sollten so viele Menschen unabhängig voneinander für ihre Überzeugung, dem auferweckten Jesus persönlich begegnet zu sein, ihr Leben riskieren? Die Entstehung und schnelle Verbreitung des Christentums im 1. Jahrhundert n. Chr. ist somit gewissermaßen ein "historischer Beweis" für die Auferweckung Jesu (siehe hier).

Ein solcher historischer Beweis entfällt jedoch im Falle von Yogananda. Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber eine Autobiografie kann immer auch Wunschdenken oder freie Erfindung enthalten. Und im Gegensatz zum o.g. Jesus-Beispiel existieren im Falle von Yogananda keine historischen Beweise/Indizien, welche die These von der Auferstehung des "Meisters" stützen würden.

Henry

unregistriert

17

Mittwoch, 22. April 2009, 17:12

Antwort an weristgott

Yoganandas Erlebnis ließe sich auch nachweisen, die erwähnten Personen sind doch in Stadtchroniken etc.
Lies es erst mal, bevor wir darüber weiterdiskutieren.
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Menschen neigen zu Übertreibungen in ihren Erzählungen, sie wollen stets Aufmerksamkeit erregen, deshalb wählen sie dieses Mittel. Laut Theologie ist die erste Niederschrift über Jesus um 70 n.Chr. geschähen (bitte korrigieren, wenn's nicht stimmt).

Interessant ist, dass die römischen Katakomben voll von Jesu Wunderheilungen ist, Bilder berichten darüber - Jesus, die strahlende Gestalt.
Interessant ist dann später das Mittelalter: Plötzlich hängt Jesus am Kreuz und die Betonung ist das Leid (Dunkelste Zeit, Kali Yuga), und leider bis heute. Ich finde es ist an der Zeit ihn vom Kreuz zu nehmen und ihn wieder als das wahre Leben darzustellen, das sollte ich mal dem Papst vorschlagen, wenn er zuhört :D .
Aber solange die Menschen am Leid hängen wird das ncoh eine Weile dauern :( .

ciao

Henry

weristgott.info

Administrator

Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008

Beiträge: 173

18

Freitag, 24. April 2009, 20:32

Yoganandas Erlebnis ließe sich auch nachweisen, die erwähnten Personen sind doch in Stadtchroniken etc.

Dass die erwähnten Personen in den entsprechenden Stadtchroniken auftauchen, ist noch kein Beweis dafür, dass Yogandas Erlebnis wahr ist, sondern lediglich dafür, dass die erwähnten Personen zur damaligen Zeit gelebt haben.

Menschen neigen zu Übertreibungen in ihren Erzählungen, sie wollen stets Aufmerksamkeit erregen, deshalb wählen sie dieses Mittel. Laut Theologie ist die erste Niederschrift über Jesus um 70 n.Chr. geschähen (bitte korrigieren, wenn's nicht stimmt).

Das erste Evangelium war das Markus-Evangelium. Die führenden Historiker gehen davon aus, dass das Buch irgendwann zwischen 45 und 70 n.Chr. verfasst wurde - also ca. 15 bis 40 Jahre nach Jesu Tod. Das heißt, dass viele der Zeitzeugen noch gelebt haben und das Evangelium hätten anfechten können, wenn es grob falsch gewesen wäre. Wenn Du Dir das Evangelium durchliest, dann wirst Du übrigens feststellen, dass - vor allem im Zusammenhang mit Jesu Tod und Auferweckung - keine (z.B. sprachlichen) Übertreibungen zu finden sind, sondern dass die Erzählungen im Gegenteil sehr nüchtern und sachlich formuliert sind. Außerdem werden selbst diejenigen Dinge, die eigentlich "peinlich" für eine gerade neu entstehende Religion sind, sehr authentisch und ungeschönt wiedergegeben (z.B. die Tatsache, dass Frauen, deren Zeugenaussagen zur damaligen Zeit als wertlos galten, die ersten Zeugen für das leere Grab Jesu waren; oder die Tatsache, dass Jesu Jünger ständige Zweifel an der Göttlichkeit Jesu hatten und selbst nach Jesu Auferweckung zunächst nicht daran glauben wollten/konnten).

All dies verleiht den Evangelien eine hohe Glaubwürdigkeit und Authentizität.

ealor

unregistriert

19

Montag, 27. April 2009, 18:40

Und jetzt?

Antari 1

Schüler

Registrierungsdatum: 5. Februar 2009

Beiträge: 126

20

Donnerstag, 16. Juli 2009, 10:42

Ist Jesus der Sohn Gottes?

Auf jeden Fall war es nach seinem Tod ja so, dass der Vorhang im Tempel gerissen ist. Dann haben die Menschen geglaubt, dass er der Sohn Gottes ist. :S

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