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Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
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Damals wurde die christliche Verehrung von Jesus als Sohn Gottes aufgrund der römischen Herrschaft als Bedrohung für die Autorität des Kaisers und aufgrund der jüdischen Kultur als Gotteslästerung betrachtet. Aus diesem Grund kam es bereits kurz nach Jesu Tod zu den ersten tödlichen Christenverfolgungen im Römischen Reich
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Der altrömische Götterglaube war von einer einfachen „Vertragstheorie“ geprägt: Die Menschen schuldeten den Göttern Verehrung und Opfer und diese den Menschen dafür Schutz und Hilfe (Motto: do ut des; „Ich gebe, damit du gibst“). Daraus ergaben sich zwei Dinge: Erstens war der Vollzug der Staatskulte - etwa für Jupiter - nach römischem Verständnis direkt mit dem Wohlergehen des Staates verknüpft. Zweitens war eine grundsätzliche Toleranz gegenüber fremden Kulten, deren Schutz sich die Römer ebenfalls versichern wollten. So war schon in republikanischer Zeit das Ritual der Invocatio bekannt, mit dem fremde Götter eingeladen wurden, ihren Sitz in Rom zu nehmen. In der Kaiserzeit gab es daher in Rom eine Vielzahl von Tempeln für ursprünglich nichtrömische Kulte wie den der Isis. Daher zeichnete sich der römische Staatskult durch seine sehr fortschrittliche Form der Integration fremder Religionen und deren Gottheiten aus. Und selbst die Anbetung von nichtintegrierten Gottheiten wie Mithras, dem Gott der Juden oder dem Gott der Christen waren selbst in Rom gestattet. So waren es nicht die Kulte selbst, welche zur Ablehnung seitens der Römer führten, sondern umgekehrt die Nichttoleranz des römischen Staatskult durch jene Religionsgemeinschaften. Das Judentum verhielt sich hierbei gemäßigter als das Christentum, während der Mithraskult überhaupt nicht mit dem Staatskult kollidierte und beweist, dass eine friedliche Koexistenz möglich war.
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Wie lässt es sich erklären, dass unter solch politisch und religiös feindlichen Bedingungen im 1. Jahrhundert n. Chr. das Christentum als neue Religion entstehen und Bestand haben konnte?
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Im direkten Anschluss an Jesu Tod herrschte unter den Anhängern Jesu zunächst eine große Angst und Hoffnungslosigkeit, da die Anhänger Jesu ihre Erwartungen an Jesus enttäuscht sahen und sich nicht zu Jesus als Sohn Gottes bekennen wollten. So löste sich die „Jesus-Bewegung“ nach Jesu Tod zunächst vollständig auf und jeglicher Rückhalt in der Bevölkerung schlug in Enttäuschung und Ablehnung um.
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Diesbezüglich unterschied sich Jesus anfangs also nicht von allen anderen vermeintlichen „Messiassen“, die zur damaligen Zeit auftraten und ebenfalls von den Befehlshabern des Römischen Reiches ermordet wurden.
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Doch während alle anderen vermeintlichen Messiasse nach ihrem Tod schnell in Vergessenheit gerieten, passierte im Falle von Jesus etwas absolut Unerwartetes.
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So berichten Historiker davon, dass nur wenige Tage nach Jesu Tod mehr und mehr Menschen - darunter auch ehemalige Gegner Jesu - plötzlich öffentlich und uneingeschränkt die Botschaft von der Auferweckung Jesu verkündeten und sich zu Jesus als Sohn Gottes bekannten. Viele von ihnen bezahlten hierfür sogar mit ihrem eigenen Leben.
Sie schreiben -
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Der Apostelgeschichte zufolge konnten die Christen ihre Botschaft anfangs frei und unbehelligt verkünden: sogar im Tempel mitten in Jerusalem (Apg 2,14ff). Auch Pilatus verfolgte sie nach Jesu Tod nicht weiter; er ignorierte innerjüdische Konflikte, solange sie seine Macht nicht bedrohten.
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Welche plausible Erklärung gibt es für das - nüchtern betrachtet - plötzlich so lebensmüde Verhalten dieser ersten Christen? Wenn man die Möglichkeit, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferweckt wurde, kategorisch ausschließen möchte, dann verbleiben lediglich drei alternative Erklärungsoptionen:
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Denkbar wären grundsätzlich alle drei Optionen; doch es stellt sich die Frage, wie wahrscheinlich sie sind: 1. Wie wahrscheinlich ist es, dass Menschen für etwas ihr Leben opfern, von dem sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass es nicht wahr ist?
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2. Wie wahrscheinlich ist es, dass alle Christen zum selben Zeitpunkt plötzlich Wahnvorstellungen erlitten, die mehrere Wochen, Monate und Jahre anhielten und ansteckend waren?
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Jeder, der sich ernsthaft mit den historischen Fakten und Indizien aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auseinandersetzt, sollte die Möglichkeit, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferweckt wurde und anschließend mehreren hundert Menschen erschienen ist, als die wohl plausibelste Erklärung für die Entstehung und schnelle Verbreitung des Christentums in Betracht ziehen.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Andreas« (19. Januar 2009, 12:02)
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Sie behaupten [das Verhalten der ersten Christen] wäre nur deswegen möglich, weil das was diese Leute glaubten auch wahr ist. Das ist jedoch Unsinn.
Somit wäre etwa der Islam wahr, weil jedes Jahr 100te von den Moslems todesmutig mit Sprengstoffgürteln ihren Weg gehen. Mag sein dass deren Anführer, die nur die Strippen im Hintergrund ziehen, vielleicht aus Opportunismus wirklich nur um Macht geht. Das ist nebensächlich. Die Selbstmordattentäter glauben jedoch wirklich an ihr Paradies und an den Islam, für den sie sich opfern. Gemäß ihrer Logik wäre der Islam wahr.
Als das Heidentum im Laufe der Geschichte zerschlagen wurde, starben auch viele von den Anhängern, weil sie den Nacken vor der neuen Religion nicht beugen wollten und ihren Glauben, ihre Tempel verteidigten. Heidnische Religionen sind Ihrer Logik nach nun ebenso wahr.
Alle drei Glaubensrichtungen (wobei Heidentum jetzt mal als ganzes genommen wird) widersprechen sich aber und können demnach nicht gleichzeitig wahr sein. Demzufolge kann auch ihre Argumentation die Wahrheit ihres Glaubens nicht belegen.
Die Intensität der Verfolgungen sind gar nicht so drastisch gewesen, wie lange Zeit angenommen und durch die Geschichte verbreitet.
Auch das Heidentum und auch verschiedene christliche Strömungen (neben den etablierten Katholizismus und später orthodoxen Christentums noch später Protestantismus) sind niemals ganz ausgerottet worden. Das ist nicht möglich.
Boschur
unregistriert
Was ist Deiner Meinung nach die plausibelste Erklärung dafür, dass in den ersten Monaten nach Jesu Tod mehrere hundert Menschen die erste christliche Kirche gründeten, da sie behaupteten, dem auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, und dass sie für diese Überzeugung sogar teilweise mit ihrem eigenen Leben bezahlten?
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Deshalb lassen wir doch das "Beweisen wollen", das ist armseelig.
Leben wir einfach wie die, die mal ehrfurchtsvoll auf dem "Näslein" lagen weil sie Gott BEGEGNET sind, sowas ist viel angebrachter.
Das gefährlich ist, dass hier der allmächtige Gott indirekt als ganz kleines bemitleidenswertes Würstchen dargestellt wird und dann kommt die große mächtige Psychologie und hilft dem Winzling auf die Beinchen. Na toll, wenn es mit den Erkenntnissen der GROSSEN Psychologie übereinstimmt, na da darf sich der Kleine aber freuen.....
Boschur
unregistriert
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Nein! Beweissbar ist die angebliche Auferstehung Jesus nicht.
Und wenn man diese Geschichte in den Evangelien liesst geht ganz klar hervor dass es keine zeugen gibt die dieses Geschehen beobachtet haben.
Wenn man etwas für wahrhaftig halten will, muss dies auch belegbar sein.
Ich behaupte, dass in meinem Garten grüne Zwerge rumlaufen. Gesehen habe ich sie nicht, brauch ich auch nicht, denn ich bin fest davon überzeugt. Wer es nicht glaubt beweise mir dann, dass es keine grüne Zwerge in meinem Garten gibt.
Josh
unregistriert
Tut sie leider nicht.
Zitat
Vor etwa 2.000 Jahren gab es zahlreiche Menschen, die für die Überzeugung, dem vom Tod auferweckten Jesus tatsächlich persönlich begegnet zu sein, ohne Eigennutz ihr Leben riskierten - mit der Konsequenz, dass es heute das Christentum gibt.
Diese Tatsache verleiht den damaligen Zeugen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Es gibt da Menschen in unserer Zeit die davon überzeugt sind ins Paradies zu kommen wo 72 Jungfrauen auf sie warten und sich deshalb in die Luft sprengen oder Sekten wo Durchgeknallte auf die Ankunft von Außerirdischen warten und sich dann am Tag X mit tödlichen Drogencocktails zu dröhnen in dem Glauben ihre Hüllenlosen Seelen würden von den Außerirdischen mit in deren Heimatwelt mitgenommen werden. Zwischen glauben zu wissen und Wissen besteht ein eklatanter Unterschied.
Henry
unregistriert
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Henry
unregistriert
Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Henry
unregistriert
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.Registrierungsdatum: 12. Oktober 2008
Yoganandas Erlebnis ließe sich auch nachweisen, die erwähnten Personen sind doch in Stadtchroniken etc.
Menschen neigen zu Übertreibungen in ihren Erzählungen, sie wollen stets Aufmerksamkeit erregen, deshalb wählen sie dieses Mittel. Laut Theologie ist die erste Niederschrift über Jesus um 70 n.Chr. geschähen (bitte korrigieren, wenn's nicht stimmt).
